Nach fünfzig Jahren

Es leben noch etwa 3 Millionen Menschen auf der Erde, über den gesamten Globus verstreut. Das sind weniger Menschen als vor 10.000 Jahren. Sie leben in kleinen Gemeinschaften in den Ruinen der Zivilisation.

 

Die Natur erobert sich alles langsam wieder zurück: Pflanzen überwuchern nicht genutzte Flächen, Wälder dehnen sich aus. Tierarten können sich erholen – auch wilde Tiere, die dem Menschen gefährlich werden können.Die Menschen haben es nicht geschafft, den Klimawandel aufzuhalten, aber durch das schnelle Aussterben des Homo capitalis wurden die Folgen ein wenig gemildert. Die Menschen ziehen sich in Gegenden zurückziehen, die davon eher profitieren.

 

Der beste Lebensraum für die Menschen sind die Randbezirke großer Städte: In den Resten der untergegangenen Zivilisationen bieten genügen Ressourcen zum Überleben, wie Kleidung, Geschirr, Häuser, Möbel. Zum Teil sind die Böden hier gesündere als in Gegenden, in denen einst intensive Landwirtschaft betrieben wurde. Die letzten Menschen leben in den noch stehenden Häusern und zehren von dem, was die Generationen vor ihnen erschaffen haben. Nur die Nahrung müssen sie sich selbst herstellen. Es gibt keinen Handel mehr, keine Märkte. Keine Kaufhäuser, kein Internet, kein Telefon. Keine Autos.

 

Die globale Kommunikation ist schon vor Jahren zusammengebrochen. Kommunikation über weite Entfernungen braucht funktionierende Stromnetze, und die sind ebenfalls schon längst zusammengebrochen. Auf lokaler Ebene wird durch Photovoltaik und Windkraft noch weiterhin Strom produziert.

 

Hin und wieder besuchen Wanderer die kleinen Gemeinschaften. Sie bringen Neuigkeiten, wenn nicht aus der Welt, so doch aus dem nächsten Dorf, der nächsten Stadt.

 


Es ist eine Welt der Alten. Die Letzten Menschen sind vierzig Jahre alt.

 

Es gibt wieder eine Zukunft.